Die Arbeit mal expressionistisch

NRZ, 20.05.2010, Gregor Herberhold

Die Arbeit mal expressionistisch

Duisburger Unternehmen präsentiert rund 140 Kunstwerke in seinen neuen Räumen in Hamborn

Regina Bartholme und Andreas Baschek stellen in Hamborn aus. Foto: Eickershoff

Gregor Herberhold
Rund 140 Kunstwerke in einer Ausstellung - das findet man nicht alle Tage. Das seit gut drei Jahrzehnten in Duisburg, bzw. Walsum tätige Unternehmen B.A.D.-Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik macht's möglich.
Die Firma hat kürzlich ihren Duisburger Sitz von Aldenrade nach Hamborn verlegt und weihte am Mittwoch ihre neuen Räume an der Alleestraße 83 offiziell ein, im Schatten des alten Wasserturms. Obwohl dort Ärzte und Sicherheitsingenieure arbeiten, hat man eher den Eindruck, eine Galerie zu betreten: Großformatige Gemälde zieren die Wände, Skulpturen die Fensterbänke und Vitrinen.

"Wir wollen die Wirtschaft und die Kunst zusammenbringen", sagt der Leitende Arzt, Dr. Jürgen Frölich. Deshalb hat sein Unternehmen drei Künstler aus der Region eingeladen, ihre Werke für drei Monate zu präsentieren.
An der Ausstellung nehmen Regina Bartholme, Andreas Baschek und Sylvia Reuße teil. Barthlome zeigt verformte Kunststoffflaschen, die menschliche Figuren in unterschiedlichen Situationen zeigen und die Fantasie anregen. Ein wenig erinnern die Skulpturen auch an Parfüm-Flakons. Echte Hingucker.
Baschek hat die Arbeit in der stahlverarbeitenden Industrie in expressionistischen Gemälden festgehalten. Werke, die die Schwere der Arbeit zeigen.
Reuße schließlich liebt das Bunte. Sie zeigt Industriekulissen. Bilder, die eine heile Welt vorgaukeln, wo schwer geschuftet werden muss.
Ziel der Ausstellung ist es, die Arbeitswelt einmal aus anderer Perspektive zu zeigen, aber auch, den Besuchern des Zentrums eine wohlige Atmosphäre zu bieten.
Die Ausstellung kann nach Vereinbarung von Interessierten besucht werden.
Weitere Informationen
unter 0203 -9 35 42 60.

 

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